Ursula Strauss liest aus "Warum ich nicht mehr fliegen kann und wie ich gegen Zwerge kämpfte"

Aufgezeichnet von Doris Priesching.

 

»Ich bin, wie man sieht, ein glückliches Kind.« – URSULA STRAUSS

Publikumsliebling Ursula Strauss stöbert in ihrer Fotokiste und erzählt aus ihrem Leben: Sie erinnert sich an ihre Kindheit, ans Spielen in der Siedlung, an Kakao und Kuscheldecke bei der Großmutter und die große Liebe zwischen Vater und Mutter. Merkwürdige Begegnungen und längst vergessene Geschichten kommen ans Tageslicht: Vom brennenden Herrn B. in der Siedlung, in der sie aufwuchs. Vom feinfühligen John, der die Welt im sicheren Griff der Aliens wusste. Von den bissigen Zwergen, die Abend für Abend unter Ursulas Bett lauerten. Und davon, wie sie im Traum durch die Lüfte flog. Anhand zahlreicher privater Bilder erinnert sich Ursula Strauss an ihre Anfänge als Schauspielschülerin, eber gute wie schlechte Zeiten, über persönliche Schmerzgrenzen, etwa bei #MeToo, und erklärt, warum es wichtig ist, den Mund aufzumachen.

Ursula Strauss, die in Melk geboren wurde und aufgewachsen ist, studierte Schauspiel am Wiener Volksthedater. Den Durchbruch, mit dem sie Berühmtheit im deutschsprachigen Raum erlangte und internationale Aufmerksamkeit erregte, gelang ihr mit den Kinofilmen ‚Böse Zellen’ von Barbara Albert und dem für den Oscar nominierten ‚Revanche’ von Götz Spielmann. In "Revanche" stand sie übrigens gemeinsam mit Johannes Krisch vor der Kamera, der ebenfalls bei Kunst&Wein lesen wird.

 

Zum Publikumsliebling wird Ursula Strauss durch ihre Hauptrolle in dem Fernseh-Hit ’Schnell ermittelt’. Ihre genauen, souveränen Darstellungen machen sie zu einer gefragten Schauspielerin. Regisseure, die den gegenwärtigen Film prägen und mitgestalten wie Barbara Albert, David Schalko, Götz Spielmann, Nikolaus Leytner, Nils Willbrandt und Wolfgang Murnberger engagieren sie immer wieder für ihre anspruchsvollen Film- und Fernsehproduktionen wie ‚Altes Geld’, ‚Aufschneider’, ‚Die Stille danach’, ‚Oktober, November’, ‚Mörderisches Tal – Pregau’ und ‚Vielleicht in einem anderen Leben’.

 

 Ursula Strauss kuratiert ihr eigenes Festival ‘Wachau in Echtzeit’. Sie ist Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films.

 

 

Lesung am Sonntag, 25.8. um 16.30 Uhr.