Walter Grond

geboren 1957, lebt in Melk/Wachau. War unter anderem Herausgeber der Literaturreihe „Essay“ und der Zeitschriften Nebelhorn, ABSOLUT und Liqueur. Autor der Romane „Landnahme“, „Labrys“, „Das Feld“, „Stimmen“ und „ABSOLUT GROND“. Autor und Organisator von „GROND ABSOLUT HOMER“. Im Frühjahr 2002 Arbeit am Projekt „Schreiben am Netz“ am Collegium Helveticum der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit der Neuen Zürcher Zeitung. Seit 2004 Projektleiter von www.readme.cc, ab 2005 Herausgeber (mit Beat Mazenauer) der Reihe „Lesen am Netz. Bücher, Websites“ im Studienverlag/Haymon Verlag, www.lesenamnetz.org. Bei Haymon: „Der Soldat und das Schöne“. Roman (1998), „Der Erzähler und der Cyberspace“. Essays (1999), „Old Danube House“. Roman (2001), „Almasy“. Roman (2002), „Schreiben am Netz“. Literatur im digitalen Zeitalter (gem. mit Johannes Fehr, 2003), „Drei Männer“. Novelle (2004), „Der gelbe Diwan“. Roman (2009) sowie vier Bände der Reihe „Draußen in der Wachau“. Der etwas andere Reisebegleiter (2011 und 2012), zuletzt sein Roman „Mein Tagtraum Triest“ (2012). Im Frühjahr 2017 erschien Walter Gronds neuer Roman "Drei Lieben".

 

Zum Buch: „Drei Lieben“

Von der mondänen orientalischen Metropole Baku ins Paris der 1920er
Sommer 1917: Hermann Opitz beschließt, sein altes Leben hinter sich zu lassen, sein Heimatdorf, seine Ehe - und meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst. Ein Jahr später strandet er in Baku, das in den Jahren des Ölbooms zur mondänen orientalischen Metropole geworden war, und begegnet dort Jale, der Tochter eines Ölbarons. Wenig später gerät das junge Liebespaar in die Wirren der Russischen Revolution und flieht nach Paris.

Spurensuche in der Familiengeschichte und das Glück der Verbundenheit
Zwei Generationen später begibt sich der Enkelsohn von Hermann Opitz auf eine Spurensuche in der Geschichte seiner Familie. Er erkundet das Leben seiner Großeltern, die ihm stets wie die modernen Erben von Philemon und Baucis in Erinnerung waren; er besucht das Heimatdorf seines Großvaters, wo ihm seine Tante Sophie von ihrem Leben und Lieben im Wien der Nazi-Jahre erzählt; und schließlich begegnet er Rita, an deren Seite er das Glück der Verbundenheit erlebt, das er einst in den Augen seiner Großeltern gesehen hat - und gleichzeitig zu ahnen beginnt, dass das private Glück untrennbar mit den Zeitläuften der Weltgeschichte verknüpft ist.

Drei Liebesgeschichten vor dem Panorama der Weltgeschichte
Schlicht und unsentimental
erzählt Walter Grond die Geschichten dreier Liebespaare, die auf rätselhafte Weise ineinander verwoben sind - und lässt zugleich die grenzenlose Kraft der Liebe spürbar werden, die unbeirrt von allen Schrecken der Geschichte des 20. Jahrhunderts wirkt.

Walter Grond im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident
Walter Grond gehört seit vielen Jahren zu den großen österreichischen Erzählern. Seine Romane spielen oft im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident, so hat er z.B. in seinem mitreißenden Roman "Almásy" die wahre Geschichte des berühmten "Englischen Patienten" erzählt. In seiner Novelle "Drei Männer" schildert er ein faszinierendes Frauenleben im Palast des letzten Khediven von Ägypten. Und zuletzt hat er in seinem Roman "Mein Tagtraum Triest" das Triest der k.u.k. Monarchie wieder auferstehen lassen. Seine Erzählweise ist schlicht, atmosphärisch und emotional nahe gehend.